4 Gründe für Farbige Wände (die auch Zweifler überzeugen)
Salbeigrün, Altrosa, Himmelblau – farbige Wände sind gerade wieder überall.
Warum?
Meine ganz persönliche Einschätzung:
Der Beige-Weiß-Nude-Trend neigt sich langsam dem Ende zu.
Vor ein paar Jahren war Instagram und Pinterest voll mit Räumen, die alle dieselbe Farbpalette hatten.
Oder eher: Anti-Farbpalette. Beige, Weiß, Sand, Nude.
Räume, die stimmig, minimalistisch und wunderschön anzusehen sind.
Aber… mit der Zeit auch ein bisschen…langweilig.
Seit ein paar Monaten wird’s bunter. Das hat wahrscheinlich mehrere Gründe.
Zum einen funktioniert dieser cleane Look im echten Leben oft einfach nicht. Er lebt davon, dass alles ruhig ist.
Keine bunten Dinge, kein visuelles Chaos, am besten immer ordentlich. Das klappt super bei Interior-Influencern und mit viel Zeit fürs Einrichten. Da gehört Aufräumen quasi zum Job.
Aber im normalen Alltag? Mit Wäschebergen, Spielzeug und To-do-Listen?
Da merkt man schnell: So clean wie auf Pinterest wird es halt nicht.
Das merkt man aber nicht direkt – sondern erst mit der Zeit.
Zum anderen ist der Beige-Dude einfach ein Trend – und Trends kommen und gehen. Wie Schlaghosen, Fokuhilas und Schnauzer. Und ja… bei Letzterem hab ich auch Fragen 😄.
Und irgendwann ist es dann soweit: Der Alltag passt nicht mehr zum Interior, vielleicht weil man vom Beige-Interior-Influencer zur 3-fach-Mama geworden ist und „buntes Zeug“ jetzt dazu gehört – oder einfach, weil man gemerkt hat: „Bin ich nicht mehr!“
Also muss sich das Interior verändern. Genau deshalb kommt nach vielen Jahren Beige-Traum bei vielen wieder die Lust nach Farbe.
Warum du also vielleicht auch langsam ins Team Farbe wechseln solltest, habe ich dir in vier Gründen zusammengefasst 👇
1. Farbige Wände zeigen Persönlichkeit
Farbige Wände wirken sofort individueller.

Sie geben einem Raum Charakter und zeigen: Hier wohnt jemand. Nicht ein Katalog.
Du musst dafür nicht direkt halsüberkopf in den Farbeimer springen wie Obelix in den Zaubertrank.
Schon ein sanftes Salbeigrün oder ein gedecktes Blau macht einen riesigen Unterschied..
Räume wirken sofort lebendiger – ohne laut zu sein.
2. Farbige Wände machen Räume gemütlicher
Selbst eine einzige farbige Wand kann dafür sorgen, dass ein Raum:
- weicher wirkt
- einladender ist
- weniger „Showroom“ und mehr Zuhause
Und oft brauchst du dafür nicht mal neue Möbel. Nur die richtige Farbe.
Achte hierbei darauf, dass du dich für einen wärmeren Farbton entscheidest.
Das gilt auch für Grün, Blau und Grau! Jaaa, das sind eigentlich „kalte Farben“ – aber auch hier gibt es warme und kühlere Abstufungen.
Farbe bringt automatisch mehr Wärme in einen Raum.

3. Farbige Wände lassen Räume ordentlicher wirken
Überrascht? Ist einer meiner Lieblingsargumente 😄 – vor allem im Kinderzimmer!
Viele denken: „Ich lass die Wände weiß, dann wirkt der Raum ruhig, hell und ordentlich.“
Aber oft passiert genau das Gegenteil. Weiße Wände sind wie eine leere Leinwand.
Alles davor fällt stärker auf: Möbel, Deko, Alltagskram.
Der Raum wirkt dadurch schneller:
- kleinteilig
- unruhig
- zusammengewürfelt
Sobald eine Wand Farbe bekommt, passiert etwas Spannendes: Sie wird zum Hintergrund.
Und plötzlich wirkt alles davor ruhiger.

4. Wandfarben wirken auf deine Stimmung
Und nein – das ist kein Interior-Gefühlsthema. Dazu gibt es tatsächlich Studien, und auch die Wohnpsychologie bestätigt das. Farben lösen Emotionen aus.
Grün zum Beispiel: Natur. Frische. Ruhe.

Selbst Menschen, die sagen „Ich bin gar nicht so naturverbunden“, kennen dieses Gefühl:
Der erste milde Frühlingstag nach einem langen Winter.
Alles wird grün.
Und plötzlich fühlt sich alles leichter an.
Genau dieses Gefühl kannst du dir nach Hause holen.
Und das gilt auch für andere Farben:
- Blau beruhigt
- Warme Erdtöne geben Geborgenheit
- Sanftes Rosa wirkt weich und harmonisch
- Farbmix wirkt fröhlich
Du kannst mit Wandfarben also ganz bewusst Stimmung in dein Zuhause bringen. Nicht nur Optik.
Am Ende gibt es noch einen Grund…
…und der ist bei vielen entscheidet – auch bei denen, die bis hierhin noch denken: „Ja Kim… klingt alles logisch… aber ich doch nicht.“
Wandfarbe macht Räume, wenn der richtige Ton getroffen wurde, einfach schöner. Punkt.
Nicht, weil sie „Trend“ ist, sondern weil sie einem Raum plötzlich Tiefe gibt.
Charakter. Spannung. Dieses „Oh wow, hier fühlt es sich richtig an“-Gefühl.
Ich muss da sofort an Kathrin denken:
Die war wirklich Team „bloß nichts Riskantes“.
Und irgendwann hat sie mir geschrieben: „Kim… ich hab’s gemacht.“
Sie hat ihr Badezimmer in Terracotta gestrichen. Badezimmer! Terracotta!
Und seitdem? Freut sie sich jeden Tag. Wirklich jeden Tag. Weil es nicht nur „hübsch“ ist – sondern weil es sich nach ihr anfühlt.

Oder Leo. Die war am Anfang auch eher so:
„Ich mag Farbe schon… bei anderen. Ich selbst trau mich nicht.“
Und dann hat sie Schritt für Schritt ihr Konzept aufgebaut, ganz ruhig, ohne Farb-Panik. Und als sie sich am Ende getraut hat, die Wand zu streichen, kam diese Nachricht, die ich nie vergesse: „Ich wusste nicht, dass sich unsere Küche so sehr nach Zuhause anfühlen kann.“

Und weißt du was? Ich bin in den letzten Monaten selbst auch nochmal mutiger geworden.
Wir sind jetzt stolze Bewohner eines salbeigrünen Büros und eines rosa Wohnzimmers (ja. ROSA. Ich kann’s selbst noch nicht ganz glauben 😄 Mein erstes rosa Zimmer! Und das mit 3 Männern Zuhause!) .
Und jedes Mal, wenn ich reinkomme, denke ich: „Okay. Genau so!“ – und auch mein Mann und unsere beiden Söhne sind absolut verliebt!

Nach vielen hunderten Projekten, die ich in meiner Arbeit bisher begleitet habe, habe ich eines immer wieder gesehen:
Mut zur Farbe lohnt sich immer.
Nicht, weil jede Farbe automatisch passt – sondern weil ein Zuhause plötzlich eine Stimmung bekommt. Und Stimmung ist am Ende das, was bleibt.
Und? Überzeugt?
Falls ja: Bitte renn jetzt nicht direkt zum nächsten Baumarkt und kauf wie wild Farben ein. 😄
Wandfarbe kann dein Zuhause schlagartig schöner machen… oder es wird so ein „türkis-trifft-auf-Salbeigrün-und-warum-sieht-das-aus-wie-ein Freibad-Umkleideraum“-Moment.
Damit das nicht passiert, brauchst du nicht zuerst eine Farbe – du brauchst zuerst ein Gefühl.
Bevor du dich um die Wandfarbe kümmerst, solltest du wissen:
– Wie soll sich dein Raum später anfühlen?
– Ruhig? Lebendig? Warm? Klar?
– Und wie sieht dein Stil aus, wenn man ihn einmal in Worte fassen müsste?
Nicht immer einfach. Ich weiß.
Deshalb gibt’s ja meinen Online-Einrichtungskurs.😄

In „Einfach schön Einrichten“ gehen wir das Schritt für Schritt durch – so, dass du am Ende nicht „irgendeine schöne Farbe“ an der Wand hast, sondern ein Zuhause, das wirklich stimmig ist.
Und ja: Das Thema Wände kommt bei mir ganz bewusst erst gegen Ende. Weil Wandfarbe das i-Tüpfelchen ist – aber ohne Konzept halt manchmal auch… der türkis-leuchtende Umkleide-Unfall.
Wenn du Lust hast, das endlich einmal richtig anzugehen, dann schau dir den Kurs an.
Und wenn nicht: Dann schnapp dir wenigstens ein paar Farbkarten und hänge sie vorher an deine Wand – im Neonlicht-Baumarkt wirken Farben nämlich komplett anders, als in den eigenen vier Wänden.
In diesem Sinne: Viel Spaß beim Farbe-in-dein-Zuhause-bringen!
Alles Liebe
Kim